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Die Alte Sihlpapierfabrik – ein Zeitzeugnis und eine Geschichte seit 1886.

Zoom: Alte Sihlpapierfabrik
Zoom: Alte Sihlpapierfabrik
Zoom: Alte Sihlpapierfabrik
Zoom: Alte Sihlpapierfabrik

Der Papiersaal befindet sich im letzten, in ursprünglicher Form stehen gelassenen Relikt der ehemaligen Papierfabrik an der Sihl in Zürich. Inmitten der modernen Überbauung (Urban Entertainment Center) von Sihlcity, erinnert das alte Backsteingebäude aus dem Jahr 1886 an ein Jahrhundert erfolgreicher mechanischer Papierproduktion in der Schweiz.

Im Parterre (heute Restaurant Rüsterei) des Gebäudes standen grosse Leim-, Klimatisier- und Kalander-Maschinen, die das Papier so behandelten, dass es auf Rollen per Lift in die beiden oberen Etagen gehievt werden konnte. Im ersten und zweiten Stock (heute Folium und Papiersaal) wurde das Papier in Handarbeit weiterverarbeitet. Eine Schneidmaschine erzeugte die gewünschten Formate. Diese Formatbogen wurden dann von Hand sortiert und gezählt (wichtig bei Noten- und Passpapier), mit Linien oder Wasserzeichen versehen.

Nach der Stillegung der Papiermaschinen (1976) war die Ausrüsterei noch bis 1990 in Betrieb. Ab 1995 wurde das Gebäude, wie fast das ganze Areal der Sihlpapier einer Umnutzung unterzogen. Parkplätze, Gebäude und Hallen wurden nach Verkauf der Maschinen an Externe vermietet. Der Letzte offizieller Mieter war ein Künstler. Als der letzte Mieter ausgezogen war, wurde das Gebäude von Künstlern, Freigeistern und den Dadaisten eingenommen und in ein Dada- und Kunsthaus umgewandelt. Theater, Aktionskunst und ein Dadakaffeehaus wurden unter grosser Medienpräsenz in Betrieb genommen. Auch eine rege Partyszene entfaltete sich in den altehrwürdigen Räumen. Bevor die Baumaschinen das Gelände einnahmen, wurde mit dem Bauherr eine Einigung erzielt und die Dadaisten zogen mehr oder weniger friedlich wieder ab. Wandmalereien und Fensterbilder sind Zeugen dieser vorletzten kulturellen Eroberung.    

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